Rassegeflügel Roland Heß

The site navigation:

Pressemitteilungen

Südthüringer Zeitung, 25.05.2009: „Eine verzwergte Rasse“

Geflügelzucht | Schmucke kleine Hühner, die dennoch viele, relativ große Eier legen von Carsten Kallenbach

Zwerghühner sind keine Erfindung der heutigen Zeit. Ihre Zucht geht viel weiter zurück. Das Zwerg-New-Hampshire- Huhn wurde beispielsweise 1961 als eigenständige Rasse anerkannt. Einer, der sich der Zucht dieses Rassegeflügels verschrieben hat, ist Roland Heß aus dem Bad Salzunger Ortsteil Kaltenborn. Er ist Mitglied im Sonderverein der Züchter des Zwerg-New-Hampshire-Huhns, der unter dem Dach des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter existiert. Von dort erhält er regelmäßig die neuesten Tipps für die korrekte Zucht seiner Hühner.

Den Sonderverein gibt es seit 1967 in der Bundesrepublik. In diesem Jahr erfolgte die Spaltung des bis dahin existierenden Sondervereins, der die Züchter der Zwerg-New-Hampshire und der großen Hühner der Rasse New Hampshire vereinte. Nach dem Mauerfall schlossen sich auch die Züchter der DDR diesen beiden Sondervereinen an; je nachdem, ob sie sich nun für das große oder das kleinere Huhn entschieden hatten. Bundesweit gibt es alleine für Zwerghühner 90 Sondervereine, so groß ist die Rassenvielfalt bei dem immer beliebter werdenden Kleingeflügel. 150 Zuchtfreunde haben sich bundesweit dem Sonderverein der Züchter des Zwerg-New-Hampshire- Huhns angeschlossen. Neben der Gruppe Thüringen mit 13 Züchtern gibt es die Gruppen Nordwest, Hessen- Mitte, West, Süd und Sachsen- Anhalt. Aus dem Wartburgkreis stammen nur zwei – neben Roland Heß aus Kaltenborn noch Hans-Jürgen Vockenberg aus Gospenroda. Der ist auch gleichzeitig Sonderrichter und Zuchtwart für diese Geflügelrasse mit ihren beiden Farbenschlägen weiß und goldbraun.

Das Zwerg-New-Hampshire- Huhn wurde durch gezielte Auslese aus dem New-Hampshire- Huhn gezüchtet, erklärt Roland Heß. Dabei wurden immer die kleinsten Tiere weiter gezüchtet. „Es ist also eine verzwergte Rasse“, erklärt der erfahrene Züchter. Auch so genannte „Urzwerge“ gibt es, beispielswiese Zwerg-Bantam oder Antwerpener Bartzwerge. Heß hat sich seit 1994 dem goldbraunen Zwerg-New-Hampshire verschrieben. „Es sind sehr schmucke Hühner, die nicht so groß sind, aber dennoch viele und relativ große Eier legen. Ein Ei hat im Schnitt 50 Gramm Gewicht, das ist für ein Zwerghuhn schon ganz ordentlich“, meint er. Für ihn geht es bei der Rassegeflügelzucht nicht nur um die Schönheit eines Tiers, sondern auch um den wirtschaftlichen Aspekt. Seine Hennen legen 160 bis 180 Eier pro Jahr. Das Fleisch ist sehr kurzfaserig, zart und von hervorragendem Geschmack, schwärmt der Züchter. „Außerdem ist diese Rasse nicht so anfällig für Krankheiten. Die Tiere wachsen schnell heran. Bereits mit sechs Monaten beginnen die Hennen zu legen. Aus meiner Sicht ist das Zwerg-New-Hampshire eine Rasse, die sehr gut für den ländlichen Raum geeignet ist“, sagt Heß. Gemeinsam mit seinem Nachbarn zieht er zwischen 150 und 200 Küken pro Jahr auf. Über den Winter hinweg bleiben sechs Zuchtstämme bestehen – mit jeweils einem Hahn und fünf Hennen.

Der Sonderverein der Züchter des Zwerg-New Hampshire- Huhns trifft sich jährlich zu einer Sitzung, bei der alle anfallenden Fragen zur Zucht und Zuchtrichtung diskutiert und entsprechende Beschlüsse dazu gefasst werden. Die dann verabschiedeten Kriterien, beispielsweise zu Farbe, Körperform oder Körpergröße, sind maßgeblich für ganz Deutschland. So ist beispielsweise vorgeschrieben, dass der Hahn 1200 und die Henne 1000 Gramm Gewicht haben sollten. Bei der Körperform kommt es auf eine gut ausgeprägte Brust an. Die Beine müssen mittig unter dem Körper stehen, und der Farbenschlag goldbraun glänzend sein. „Beim Hahn kommt es vor allem auf einen deutlichen Dreiklang zwischen Halsfarbe, Farbe der Flügeldecken und dem Behang hinten an. Die Farbe muss hier von hell bis dunkel variieren“, erklärt Heß. Der mittelgroße Kamm am Kopf des Hahnes ist nur perfekt, wenn er vier bis sechs Zacken aufweist. Die Hauptschwanzfedern müssen schwarz sein. Die Henne hingegen soll gleichmäßig goldbraun durchgefärbt sein. Nur die Hauptschwanzfedern müssen eine schwarzglänzende Färbung aufweisen.

Für Roland Heß war es die richtige Entscheidung, sich dem Sonderverein der Züchter des Zwerg-New-Hampshire- Huhns anzuschließen, betont er. „Als Züchter schaffst du dir eine Rasse an, die auf den ersten Blick gefällt. Wenn man sie im Laufe der Jahre gut findet, dann werden zunächst regionale, dann überregionale Schauen besucht. Und spätestens dann bekommst du mit, dass du nicht mehr ganz auf dem Laufenden bist, was die exakten Zuchtrichtlinien betrifft. Für mich war das der Grund, mich diesem Sonderverein anzuschließen, denn so bekomme ich immer die neuesten Informationen“, berichtet er. Außerdem richtet der Sonderverein die jährliche Hauptsonderschau aus. Sie findet in diesem Jahr vom 9. bis 11. Oktober in Aschersleben, 2010 in Karlsruhe und 2011 in Niederbohmen bei Gießen statt. Rund 250 Tiere, sagt der Kaltenborner Züchter, werden dort ausgestellt. Der Besuch dieser Schau ist für ihn ein Muss – nicht nur um möglicherweise begehrte Preise abzuräumen, sondern vor allem, um mit Züchterkollegen und Sonderrichtern ins Gespräch zu kommen. Die Gruppe Thüringen trifft sich zwei Mal im Jahr. Auf der Frühjahrsversammlung wird Bilanz des vergangenen Zuchtjahres gezogen; im Spätsommer ist die Tagung mit einer Tierbesprechung verbunden. „Da geht es um die neuesten Trends, was die Zucht des Zwerg-New- Hampshire-Huhns betrifft“, berichtet Heß.

Die Mitgliedschaft im Sonderverein hat sich für ihn schon ausgezahlt. Auf der Hauptsonderschau 2007 erhielt er den Zuchtpreis für die beste Zucht. Mit einer Henne erreichte er das Sondervereins-Band; die höchste Auszeichnung, die ein Tier auf einer Sonderschau erhalten kann. Auch für den besten Hahn wurde Heß auf der Schau des Verbandes der Zwerghuhnzüchter schon geehrt. „Unser Sonderverein ist immer daran interessiert, Züchter aufzunehmen und ihnen Unterstützung zu geben“, sagt Heß. Das gelte übrigens für alle Sondervereine, die es für Rassegeflügel gibt, egal ob im Bereich Zwerghühner, Groß- und Wassergeflügel, Hühner oder Tauben. „Die Mitgliedschaft in einem solchen Verein lohnt sich deshalb, weil jeder Züchter so am besten mit seiner Zucht weiterkommt. Er kann sich nämlich jederzeit mit Experten beraten, die sich mit der jeweiligen Rasse bestens auskennen.“ Mit der Wahl seines Sondervereins und der Rasse Zwerg- New-Hampshire ist Roland Heß rundum zufrieden. Zurzeit freut er sich über den zahlenmäßig reichlichen, acht Wochen alten Nachwuchs der Hennen und Hähne. Sie bekommen nur bestes Futter und genügend Auslauf im Grünen. Beides ist wichtig, damit aus ihnen nicht nur prachtvolle Tiere werden, die den Standards der Zucht genügen, sondern damit ihre Eier und das Fleisch ihren Besitzern auch schmecken.

Den Artikel als PDF (ca. 195 KB): Download

Jungtierverkauf!


Ab sofort stehen Jungtiere aus meiner Zucht zum Verkauf.
Nehmen Sie einfach ⇒Kontakt zu mir auf!

Termine

08.-09.09.2016
Hauptsonderschau in Ausleben/ Sachsen-Anhalt
05.-06.11.2016
Landesverbandschau Thüringen in Erfurt
19.-20.11.2016
Kreisschau Bad Salzungen in Dermbach
03.-04.12.2016
Nationale Bundessiegerschau in Leipzig
10.-11.12.2016
Gemeinschaftsschau in Langenfeld/ Wartburgkreis

Vielen Dank für Ihren Besuch bei Zwerg New Hampshire Roland Heß

Sie sind jederzeit herzlich Willkommen.

Design and content © 2011 - 2016 Korinna Heß. Alle Rechte vorbehalten.